Hallo!

Das ist mein Lesetagebuch zu Prof. Dr. Kurt SingersDie Schulkatastrophe – Schüler brauchen Lernfreude statt Furcht, Zwang und Auslese“, welches ich begleitend zu dem Seminar “Die Schule- eine Katastrophe? ” an der Philipps- Universität Marburg führe. Es enthält wichtige Thesen von Kurt Singer, meine Leseeindrücke, Kritik und Gedanken und Gefühle zu den jeweiligen Kapiteln. Außerdem füge ich zusätzliches Material ein, um auch andere Positionen als Herr Singers und meine darzustellen. Ihr seid willkommen auch eure Meinungen durch Kommentare zu vertreten…

Mein Schlusswort zum Buch

Kurt Singers “Die Schulkatastrophe” habe ich mit Begeisterung angefangen, denn das Thema “Schule” spricht mich wie jeden anderen auch an, als Schülerin, als Studentin oder als zukünftige Lehrerin. Er schreibt auf, was man als Schüler schon immer mal laut sagen wollte, aber vielleicht nicht konnte und es ist erfreulich, dass diese Themen öffentlich gemacht werden. Aber nach der Hälfte des Buches sinkt langsam die Leselust, denn man erfährt nicht viel Neues. Ansätze zu Lösungen der Probleme in der Schule werden gegeben, aber praktisch umsetzbar sind sie leider nicht immer. Die Lektüre sollte also nicht als die Lösung für Schülerprobleme zur Hand genommen werden, sondern es ist mehr eine Verschriftlichung und gute Darstellung mit vielen unterschiedlichen Zitaten und Fallbeispielen, der Schwierigkeiten in deutschen Schulen.  Singer fasst diese so gut auf, dass man oft in seine Schulerinnerungen zurückfällt und die vergangenen Vorfälle reflektiert.

12. Vertrauensvolle Schüler- Lehrer- Beziehungen (Kapitel 23 und 24)

Lehrerfrage: “Wann habe ich mit [meinem Schüler] zuletzt ein persönliches Wort gewechselt?” (S.267)

Schülerfrage: “Haben meine Lehrer ein persönliches Wort mit mir gewechselt?”

Ich: “In der 12. Klasse, hat mich meine Lehrerin einmal gefragt: “Wie geht es Ihnen?”, da ich gesundheitliche Beschwerden hatte, und sie das bemerkt hat. Es hat mir wirklich viel bedeutet, dass meine Lehrerin das bemerkt und nicht ignoriert hat. Ganz schön erschreckend, dass ich mich über eine banale wie-geht´s- Frage freue, vor allem wenn sie von jemandem gestellt wird, den ich jeden Tag sehe. So sieht es leider aus im Schulalltag. … continue reading this entry.

11. Eltern- Lehrer- Beziehung: Miteinander statt gegeneinander (Kapitel 21 und 22)

Ich kann mich mit der Elternrolle leider noch nicht identifizieren, aber für meine Zukunft möchte ich die Anregungen, die Herr Singer für das Eltern- Lehrer- Gespräch gibt, festhalten:

  • Vorsatz: Verständigung und Unterstützung der Kinder
  • Sich mit dem Kind zusammen auf das Gespräch vorbereiten
  • Lehrern das Empfinden der Kinder mitteilen
  • Zuhören
  • Gespräch mitgestalten
  • Lehrer loben
  • Respektvoll miteinander reden
  • Aus beiden Perspektiven denken
  • Gemeinsame Handlungsvorschläge überlegen … continue reading this entry.

10. Der autoritäre Lehrer und die Risiken für seine Gesundheit (Kapitel 19 und 20)

9. Demokratische Schülermitsprache (Kapitel 17 und 18)

Das 17. Kapitel beginnt mit einer rhetorischen Frage „Müssen sich Schüler alles gefallen lassen?“ (S. 202) – Nein, aber natürlich nicht! Nach dieser Antwort, denke ich an meine eigene Schulzeit: Habe ich mir alles gefallen lassen? Ich wollte mir nichts gefallen lassen und war immer dafür von meiner Meinungsfreiheit, zu der Herr Singer auch rät, Gebrauch zu machen. Doch bei jedem neuen Versuch Widerspruch bei meines Erachtens ungerechten Situationen einzulegen, merkte ich auch „Als Schüler kannst du nichts machen, du ziehst immer den Kürzeren!“ (S. 203).  … continue reading this entry.

8. Entwertende Lehrersprache und ihre Folgen (Kapitel 15 und 16)

7. Gute Leistungen durch ein angenehmes Schulklima und Selbstverantwortung (Kapitel 12 und 14)

„Positive Stimmung erhöht die Lernfähigkeit der Schüler, negative Gemütsverfassung vermindert sie“ (S.152)

„Freundliche Lehrerzimmer für ein kollegiales Klima“ (S.157)

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6. Das Kind als Individuum betrachten (Kapitel 11 und 13)

„Leicht unterschätzen wir, wie nachhaltig Lehrerurteile haften, im Guten wie im Bösen. Ein aufmerksames Wort kann aufmerksam machen – auch den Lehrer, ein unbedachtes kann kränken, Übersehenwerden kann Resignation auslösen, eine aufmunternde Bemerkung die Hoffnung auf Erfolg stärken. Das gute Wort wirkt lange nach: manchmal Jahrzehnte.“ (S.139/40) … continue reading this entry.

5. Selbsttätigkeit der Schüler und Prüfungen ohne Druck (Kapitel 9 und 10)

Problem 1)

Unterricht = 80% Redeanteil des Lehrers !!

Konsequenzen:

→ Machtausübung des Lehrers

→ Gelangweilte Schüler (z.B. Geschichtsunterricht: wenn man sich mit dem Mittelalter nicht identifizieren kann, wird der Lehrervortrag auch vorbeirauschen)

→ Mitspracherecht der Schüler ist eingeschränkt

Was tun? … continue reading this entry.

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